Audio88 & Yassin - »Normaler Samt« (LP)

: 13.03.2015 (Heart Working Class/Groove Attack)

Konfigurationen: Premium Vinyl Edition, Standard Vinyl Edition, CD (Digipak), iTunes Deluxe Edition

Charts: #22 (D)

Fünf Jahre ist es her, dass Audio88 & Yassin mit ihrem LoFi-Debüt “Zwei Herrengedeck, bitte” in einer Szene aufschlugen, die nicht unbedingt auf sie gewartet hatte – und die sie sich nie ausgesucht hatten. Den übrigen deutschen HipHop finden die beiden in Berlin lebenden Rapper überwiegend wack – und darum dreht sich auch ein nicht zu unterschätzender Teil ihrer Musik. Wären Gesellschaftskritik und Alltagsbeobachtungen nicht so abgedroschene Vokabeln, so würden sie vielleicht ganz gut umschreiben, worum es hinter all der expliziten Attitüde bei Audio88 & Yassin im Kern geht. Company Flow trifft Westberlin Maskulin, dreckiger Boombap auf sperrige Kunst-Rap-Gebilde. Produziert von Torky Tork und zerkratzt von DJ Breaque.

»Ab jetzt kein Geheimtipp: Mit „Normaler Samt“ veröffentlicht das Berliner Duo Audio88 & Yassin sein massentauglichstes Album. Bisher trotzen sie jeglicher Vereinnahmung durch den Mainstream.« (taz)

»'Normaler Samt' steckt nicht nur voller großer Song-Ideen, sondern klingt auch zu jeder Zeit eigenständig und stilvoll. (...) Das von den Künstlern selbst als 'Pop-Album' betitelte 'Normaler Samt' ist das bisherige Opus Magnum von Audio88 & Yassin und das bis dato beste Deutschrap-Album 2015.« (Juice)

»'Normaler Samt' macht nämlich all das richtig, was viele Alben dieser Zeit missen lassen: es bewegt sich auf dem schmalen Grat zwischen überspitzter Szenekritik und Selbstironie und macht dabei keinerlei Abstriche.« (laut.de)

»Ohne Effekthascherei wird mit jedem kleinen Satz große Wirkung erzielt. Nüchterne Beobachtungen werden, nicht selten im Trojanischen Phrasen-Pferd getarnt, so bitter-zynisch und treffend vorgetragen, dass man beschämt auf seine Füße starren möchte. (...) 'Normaler Samt' ist das bisher beste Album von Audio88 & Yassin. Ein verdammt gutes Album, das gar nicht so normal ist und noch besser runter geht, als es die ohnehin schon schmackhaften Herrengedecke taten.« (rap.de)

»Schlechte Laune, gute Rhymes: Die Berliner zelebrieren HipHop, indem sie ihn einmal komplett zerlegen. An einer Stelle heißt es 'Lutsch' meinen Samt'. Das ist gaga und tiefsinnig zugleich. Für Freunde von: Feinden.« (Musikexpress)

»Durch die Torch-Referenz im Albumtitel stellen sich Audio88 und Yassin in eine Reihe mit den Nachlassverwaltern des wahren und guten Hiphops, geben ihm aber ein dringend notwendiges, bissiges, leicht asoziales und durch und durch misanthropisches Update.« (Visions)

»Knisternde Plattennadeln treffen auf minimalistische, teils klassische Beats, jedoch finden sich keine Anzeichen hängengebliebener Monotonie.« (Backspin)

»Audio88 & Yassin (...) rollen auf 'Normaler Samt' den roten Teppich voller lyrischer Fallstricke und mächtiger Beats aus. (...) Konsequent anti und dabei doch konstruktiver als jedes Agentur-Brainstorming.« (Intro)

»Es erinnert an Peter Handkes 'Publikumsbeschimpfung', wenn sehr ausführlich erklärt wird, dass man die Musik zwar für die Spasten mit Baggy Pants und New-Era-Caps mache, aber noch viel lieber für deren Freundinnen. (...) Man muss sich schon ein bisschen auskennen in der deutschen Rapszene, um voll auf seine Kosten zu kommen, weltpolitisch Plan zu haben, hilft ebenfalls. Im Grunde aber wird gebattlet, so wie früher.« (Marcus Staiger in: Spex)

»'Normaler Samt' ist ein gänzlich unnormales Album.« (éclat)